Anlässlich der Formulierung im Wahlprogramm der Linken zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026, in dem es heißt „Die Linke“ setze sich dafür ein, „dass religiöser Fundamentalismus, sei er christlich-evangelikaler oder jihadistischer Prägung, durch Intervention, Aufklärungsarbeit, Prävention und zivilgesellschaftliche Initiativen entschieden bekämpft wird“, erklärt der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK), Thomas Rachel MdB:
„Die Gleichsetzung von sogenanntem ‚evangelikalen‘ Christentum mit dem menschenverachtenden und antisemitischen Terror des islamistischen Dschihadismus ist eine ungeheuerliche Diffamierung dieses bis heute so vielfältigen, lebendigen Frömmigkeitszweiges des christlichen Glaubens in unserem Land.
Ausgerechnet in Deutschland, wo historisch gesehen Pietismus und Aufklärung zeitgleich miteinander in Blüte standen, evangelikal geprägten Christen und Kirchengemeinden einen gewaltbereiten und demokratiefeindlichen Fundamentalismus zu unterstellen, „der entschieden bekämpft“ werden müsse, ist infam.
Denn pietistisch-evangelikale Frömmigkeit zeichnet sich traditionell gerade durch das jesuanische Gebot der absoluten Friedfertigkeit, die ernsthafte Gewissensprüfung sowie den Geist der konsequenten persönlichen Nachfolge Jesu Christi aus. Ganz zu schweigen von den unzähligen klassischen Freikirchen, wie z.B. den Quäkern, Methodisten, Baptisten und Brüdergemeinden, die schon deshalb die Werte von Freiheit, Gewaltverzicht und Toleranz zu schätzen wissen, weil sie selbst über lange Zeit unter obrigkeitsstaatlicher Gewalt, gesellschaftlicher Intoleranz oder politischer Verfolgung zu leiden hatten.
Die Linke verharmlost und relativiert in ihrem aktuellen Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt nicht nur die Gefahr des Islamismus, mitsamt des ihm innewohnenden Hangs zur Ablehnung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, der Ablehnung universaler Menschenrechte sowie seinem antisemitisch bedingten Hass auf den Staat Israel. Die Linke agiert hier zusätzlich heuchlerisch, denn sie will wohl von der z.T. äußerst problematischen Nähe zu islamistischen Personen und Kreisen sowohl in den eigenen Reihen als auch bei der eigenen Wählerschaft ablenken. So wird ihr ja schließlich immer wieder ‚eine fehlende Distanz zu extrem israelfeindlichen sowie islamistischen Ideen und Gruppen vorgeworfen‘ (Jüdische Allgemeine vom 10. Juni 2025).
Die Linke sollte sich beim Thema des verfassungsfeindlichen „Fundamentalismus“ darum besser einmal selbstkritische Rechenschaft über ihre eigenen vielfältigen und fragwürdigen Verbindungen zu islamistischen, radikalen pro-palästiniensischen und Israel feindlichen Personen, Gruppen und Milieus ablegen.
Für die Linke, als der Nachfolgepartei der alten totalitären Staatspartei SED, die noch in der ehemaligen DDR-Diktatur mit ihrer sozialistischen Ideologie Christen und andere friedensbewegte Dissidenten und Bürgerrechtler diskriminiert, bespitzelt und verfolgt hat, gibt es hier offensichtlich immer noch sehr viel aufzuarbeiten.“

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